Ab auf die Insel…

Sonne, Meer und Strand auf Ibiza – hatten wir leider nicht, aber trotzdem machten sich knapp 30 Pfadfinder und Pfadfinderinnen vom Stamm Cassiopeia Großostheim an einem Samstagmorgen mit dem Zug auf in Richtung Celle. Nachdem sie alle wohlbehalten und ohne die typische Verspätung dort ankamen, staunten sie nicht schlecht. Über eine kleine handbetriebene Fähre tauchten sie in ein kleines privates Abenteuerparadies ein. Nachdem sie alle ihre Zelte auf der kleinen aber feinen Insel aufgeschlagen hatten und die gut durchgezogene und schmackhafte Suppe zu sich genommen hatten, gingen sie gleich zum gemütlichen Lagerfeuerabend mit Gitarre über. In den nächsten Tagen waren sie alle sehr geschäftig. Es wurde ihr Banner über dem See gehisst, Dusche und Wasserstelle errichtet. Ihre ältesten – die Rover – bauten gleich zu Beginn eine mächtige Hochfeuerstelle mit einem Lehmofen. Diese musste auch fleißig genutzt werden. Ob Rouladen, hausgemachte Klöße oder Gulasch, alles wurde auf Feuer zubereitet. Nicht nur die im Ofen gebackene Pizza lockte viele Mitesser aus anderen Stufen an. Die Pfadis cruisten mit ihrem zuvor in den Gruppenstunden restaurierten Kanu über den See. Für so manchen wurde dies zu einem wahren Balanceakt, was nicht zu wenigen Wetten führte. Außerdem bauten sie sich geschickt aus Sandsäcken und einer Plane einen eigenen Pool. Bei den Jupfis ging es los zu einer Stadtrallye, wo sie verschiedenste Aufgaben zu lösen hatten: Leute in Kluft zu fotografieren, lustige Straßennamen finden, oder eine Kerze zu einem Porsche tauschen (was leider nicht so ganz geklappt hatte…). Bei den jüngsten von ihnen – den Wölflingen – ging es darum das Lagerleben mit Spiel und Spaß und ja, manchmal auch etwas Schokolade, kennen zu lernen. So mancher wurde da schon richtig poetisch. Aber es gab nicht nur Aktionen in den einzelnen Gruppen, sie hatten auch alle zusammen im Stamm sehr viel Spaß. So traten zwei „Familien“ im Geländespiel gegeneinander an, suchten beim Nachtspiel „Bernd das Brot“ und spielten die eine oder andere Runde Werwolf. Die Nachtwachen wurden für ihre Ausdauer mit einem wunderbaren Sternenhimmel über dem See belohnt. Ein Buffet am letzten Abend rundete das Zeltlager auch kulinarisch ab. Wehmütig verließen alle am letzten Tag die Insel so wie es auch schon begonnen hatte – über die Fähre und mit dem Zug – der diesmal wieder routinemäßig zu spät kam – in Richtung Großostheim. So bleibt nur noch zu sagen: Sei du das nächste Mal dabei, wenn es heißt „Ich bin ein Pfadfinder, nehmt mich doch mit!“